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Die erste historische Nachricht über diesen Erdstrich ist mit den Eroberungszügen des Königs Karl des Großen verbunden, was in der Meißener Chronik aus dem Jahr 805 eingetragen ist. Die Entstehung und Bezeichnung Klösterle ist mit dem Postelberger Orden der Benediktiner verbunden, die im 12. Jahrhundert ein kleines Kloster - Claustrellum gründeten. Die lateinische Bezeichnung Claustrellum änderte sich später ins deutsche Klösterlin und im Jahr 1407 erscheint erstmals die tschechische Version Klasterzecs. |
Charakteristisch für die weitere Entwicklung waren Änderungen der Eigentümer und auch umfangreiche Brände, die die Gestalt des Städtchens änderten. Nach dem Abzug der Benediktiner, in der Hälfte des 13. Jahrhunderts gewann deren Gebiet das deutsche Adelsgeschlecht Schumburg. Diese erwarben auch die Burgen Pürstein und Egerberg und die umgebenden Gemeinden inklusive Zubehör, das zu den genannten Burgen gehörte, in ihr Eigentum. Während ihrer Wirkungszeit wurde auf dem Klösterleberg die neue Burg Schumburg gebaut. 1449 verkaufte Wilhelm von Schumburg fast den gesamten Herrensitz an Wilhelm aus Illburg, der sich erheblich verschuldete und 1453 das Vermögen an das Haus Fictum abtrat, das hier die Grundsteine der spätgotischen Festung legte. Aufgrund der Teilnahme von Christoph Fictum am Ständeaufstand 1618 wurde ihnen das Vermögen konfisziert. Das weitere Schicksal von Klösterle lag bereits in der Hand eines anderen Adelsgeschlechtes - der Thuns.
1623 kaufte den Herrensitz Klösterle Christoph Simon von Thun, der Gründer des böhmischen Zweiges des Hauses war und 1629 den Titel Reichsgraf von Thun und Hohenstein erwarb. Bedeutend hat sich in die Geschichte der Stadt Michael Osvald eingeschrieben, der das durch Brand vernichtete Schloss 1639 während des dreißigjährigen Krieges erneuern ließ. Gleichzeitig mit dem Schloss kam es auch zur Gestaltung seiner Umgebung und es entstand so der Barockgarten mit der Sala Terrena und dem Skulpturenschmuck von Jan Brokoff. Michael Osvald machte sich durch die Gründung eines umfangreichen englischen Parks in der Umgebung des Schlosses verdient und durch seinen Verdienst wurde auch die Pfarrkirche Dreifaltigkeitskirche mit der Familiengruft der Thuns gebaut. In der folgenden Zeit hat sich im Besitz des Schlosses eine Reihe weiterer Nachkommen der Thuns abgelöst und zwar im Prinzip bis zum Ende des II. Weltkriegs. In der Stadt hielten sie während der gesamten Zeit den entscheidenden Einfluss aufrecht.
Das Städtchen Klášterec nad Ohří begann ab Ende des 18. Jahrhunderts an Bedeutung zu gewinnen. 1794 wurde hier nämlich von Jan Nikolaus Weber die zweitälteste Porzellanfabrik in Böhmen gegründet. Obwohl heute Porzellan in modernen Fabriken hergestellt wird, Tradition und der gute Namen der Marke Thun ließen unsere Stadt nicht nur in Böhmen sondern auch im Ausland berühmt werden.
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