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Über die Stadt

Über die Stadt

Über die Stadt

  Die Stadt Klášterec nad Ohří liegt am linken Flussufer der Eger, 36 Kilometer östlich vom weltbekannten Kurort Karlsbad an der Stelle, wo die Scheide des Erzgebirges und des Duppauer Gebirges eine schöne Naturkulisse bildet. Die Stadt mit 16000 Einwohner liegt auf 330 m NN an der internationalen Straße E442/13 und wird aufgrund ihrer Lage als "Tor ins Erzgebirge" genannt. Die Stadt liegt gleichzeitig an der Eisenbahnstrecke Chomutov - Cheb. Die Ausdehnung der Region beträgt ca. 45 km2.

Die Dreifaltigkeitskirche ist ein nicht zu übersehender Bau des Hochbarocks, das architektonisch dominierende Zentrum des alten Stadtteils. Sie wurde laut Plänen des italienischen Architekten Carlo Lurago und seinem Landsmann, dem italienischen Bauherrn Rossi de Lucco in den Jahren 1665 -1670 erbaut. Die Wölbungen sind mit reichem Stuck verziert, der Hauptaltar stammt aus der Zeit um 1670, die Dekorationen aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Unter dem Gebäude der Kirche befindet sich die Familiengruft des Adelsgeschlechts Thun. Sie wurde 1992 renoviert und als Bestandteil der Besichtigung des Schlosses Klosterle der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In der Nähe der Dreifaltigkeitskirche befindet sich die Skulptur des heiligen Florian, die aus der Werkstatt von J. A. Dietze aus dem Jahr 1725 stammt.

In der Umgebung des Schlosses dehnt sich ein neun Hektar großer englischer Park mit vielen dendrologischen Unikaten aus. Er wurde ursprünglich als Barockgarten gegründet und in der Hälfte des 17. Jahrhunderts mit Plastiken und Skuplturwerken von Jan Brokoff und der gegenwärtigen Sala Terrena ergänzt. Später wurde der Garten in einen natürlichen englischen Park umgebaut, der eine wunderschöne Szenerie um das Schloss bildet. Außer vielen dendrologisch seltenen Unikaten und ungewöhnlichen Gehölzen aus den verschiedensten Ecken der Welt wächst hier auch der seltene "Glücksbaum", der aus Ostasien stammt - aus dem altertümlichen japanischen Geschlecht der Bäume Gingko. Bis in die heutige Zeit blieb nur eine einzige Art dieses Geholzes erhalten, das die Bezeichnung Gingko Biloba trägt. Seine Blätter entstanden durch das Verwachsen von Nadeln in eine Fläche und bilden eine interessante Entwicklungsart zwischen Nadel- und Laubgehölzen. Auf der Informationstafel am Haupttor des Schlossparks kann sich der Besucher mit seltenen Arten der Gehölze bekannt machen, die hier abgebildet und im Lageplan eingezeichnet sind und während eines angenehmen Spaziergangs in romantischer Umgebung seine Kenntnisse ergänzen und vertiefen.

Bestandteil des englischen Parks ist auch der renovierte Barockbau Sala Terrena gegenüber dem Schloss, der durch seine Architektur ein kulturgesellschaftliches Milieu bildet, wo in den Sommermonaten Nachmittagskonzerte tschechischer und ausländischer Musikkörper stattfinden. Skulpturen und Plastiken des ausgezeichneten Barockbildhauers deutschen Ursprungs Jan Brokoff aus dem 17. Jahrhundert bilden die monumentale Schönheit nicht nur dieses Baus. Eine der seltensten Meisterarbeiten - die Skulptur Triton aus dem Jahr 1686 - steht direkt vor dem Gebäude des Schlosses.

Der Aufmerksamkeit der Touristen entgehen auch nicht die neu rekonstruierten Bürgerhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert auf dem Stadtplatz des historischen Teils der Stadt. Auf dem Platz befindet sich auch eine Barocksäule aus dem Jahr 1680.

Nicht weit vom Stadtplatz befindet sich die Friedhofskirche der Jungfrau Maria aus der Hälfte des 18. Jahrhunderts (1743 -1760). Sie ist Werk des Bauherrn Christoph Kosche aus Kaaden. In der Nachbarschaft dieses Barockbaus mit ursprünglich wertvoller Innenausstattung befindet sich die Friedhofskapelle aus dem Jahr 1764.Klášterec kann sich nicht nur seiner historischen Reichtümer rühmen, auch andere interessante Orte locken die Besucher. In den Sommermonaten ist das Gelände des Freizeit- und Erlebnisbades AQUAPARK der größte Anziehungspunkt. Hier können die Besucher die modernen Einrichtungen mit zahlreichen Wasserattraktionen und vor allem die Rutschbahn mit einer Länge von 128 m sowie die Spielplätze für Beachball und Minigolf nutzen.

Das heutige Klášterec nad Ohří ist schon seit einigen Jahren auch für seine Gewerbegebiete bekannt. Die Stadt begann im Jahr 1994 mit dem Bau des Industriegebiets Industriální park Verne, der 1 km von Klášterec direkt an der internationalen Straße 1/13 liegt. Auf einer Gesamtfläche von 142 ha stehen hier Grundstücke für den Bau von Produktionsbetrieben zur Verfügung. Seit 1998 haben sich schon mehrere in - und ausländische Firmen auf dem Gelände angesiedelt. Vor allem dank der Durchführung der städtischen Vorhaben ist Klášterec nad Ohří erneut zu einem beliebten Ziel der Touristen im Vorland des Erzgebirges unweit der Grenze zu Deutschland geworden.

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